Wir werden hier über Erfahrungen mit dem Fang und der Zucht von geeignetem Lebendfutter für Aquarium,-und Terrariumbewohner berichten.

Enchyträen
Enchyträen (Enchytraeidae) sind eine artreiche Familie aus der Unterklasse der
Wenigborster, zu denen auch die Regenwürmer gehören.
Untergeordnet sind sie wie diese dem Stamm der Ringelwürmer (Annelida) in
der Klasse Gürtelwürmer (Clitellata).
Gemeinsam mit Asseln, Springschwänzen und ihren Verwandten, den Regenwür-
mern sind sie Teil der wichtigsten Destruenten der organischen Substanz im
Boden.

Ausgewachsene Enchyträen haben je nach Art eine Körperlänge zwischen fünf
und 30 mm.

Die Körper der Tiere sind langgestreckt mit rundem Querschnitt.
Enchyträen sind kaum pigmentiert. Ihre Färbung kann weiß, gelblich, farblos
und durchsichtig sein, so dass ihr Darminhalt durchscheint.

Auch das Blut der meisten Enchyträen ist farblos.

An den gleichmäßigen Körpersegmenten und dem Vorhandensein des Gürtels
(Clitellum) zeigt sich ihre Verwandtschaft mit den Regenwürmern.

Je nach Art und innerhalb der Arten  unterscheidet sich die Anzahl der
Segmente.

Bei einem erwachsenen Tier können auf das erste, borstenlose Segment
(Peristomium) weniger als 20, aber auch über 70 Borstensegmente folgen.

Jedes Borstensegment ist mit je zwei dorsolateralen (rückenseitigen) und
zwei ventrolageralen (bauchseitigen) Borstenbündeln aus zwei bis sechs
beweglichen Borsten ausgestattet. Der Gürtel umgibt die Segmente XII
und XIII.

Enchyträen sind fast ausschließlich Zwitter. Die männliche Geschlechtsöffnung
befindet sich in Segment XII und die weiblche folgt direkt dahinter.

Enchyträen und Grindalzucht
Als Zuchtbehälter eigen sich rechteckige Plastikdosen recht gut.
Substrat: Blumen,- Gartenerde, Seramis oder Schaumstoff.
Das Substrat muß feucht aber nicht nass sein.
Den Zuchtansatz gibt man in die Mitte auf das Substrat.
Als Futter kann Haferflocken, Toastbrot oder Semmelbrösel gereicht werden. Man kann auch andere Produkte zum füttern ausprobieren.
Nur soviel füttern wie an einem Tag gefressen wird. Verdorbenes Futter entfernen. Schimmel bedroht die gesamte Kultur.
Das Substrat mit einer Scheibe abdecken und den Behälter luftdurchlässig verschließen.
Wird das Futter auf die Abdeckscheibe aufgebracht so kann man die Würmchen direkt von der Scheibe ins Aquarium geben.
Grindal und Enchyträen sollten dunkel und kühl stehen, so ist eine gute Vermehrung gesichert.
Grindal sind etwas kleiner als Enchyträen. Die Haltungsweise ist gleich.
Nach einiger Zeit setzt man einen neuen Ansatz an. Dazu wird das alte Substrat ausgewaschen oder durch neues ersetzt.
Futterreste und Ausscheidung der Würmchen belasten das Substrat stark und diese sterben ab.


Enchyträen und Grindal sind sehr eiweißhaltig und sollten daher nur
2 bis 3 mal pro Woche verfüttert werden.

 
 
 
 
 
 
 
 
 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Soweit es die Witterungsverhältnise zulassen treffen wir uns am 09. Februar 2017 wie gewohnt um 19:00 Uhr in Heuchelheim in der Gaststätte "Zum Treppchen".
Ansprechpartner:

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